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Klassische Naturheilkunde

Die meisten klassischen Naturheilverfahren arbeiten mit einer Verstärkung der Durchblutung im betroffenen Gebiet. Die Durchblutung ist für jedes Organ lebenswichtig, denn das Blut ist das Transportmittel für

  • sämtliche Abbaustoffe
  • den Sauerstoff
  • die Hormone
  • die Antikörper
  • die Abbauprodukte

Sämtliche Störungen oder Verletzungen im gesamten Organismus können nur über die Durchblutung ausgeheilt werden. Also: Je besser die Durchblutung, desto schneller die Heilung. Die Erfahrung zeigt deutlich, dass bei schlechter Blutzirkulation die Heilung oft sehr lange auf sich warten lässt.

 

Schröpfen

 Anwendungsgebiete des Schröpfens:

  • Verspannungen
  • Ischias , Hexenschuß
  • steifer Nacken, Halswirbelsäulenbeschwerden
  • Migräne und Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen

Die Technik des Schröpfens ist seit Hunderten, ja Tausenden von Jahren nahezu unverändert. Bereits auf den Zeichnungen aus ägyptischen Pyramiden finden sich Ärzte, die mit Kuhhörnern schröpfen.
Es wird grob unterschieden zwischen trockenem Schröpfen und dem blutigen. Beim blutigen Schröpfen wird vor dem Ansetzen der Schröpfköpfe die Haut mit einem Schnepper aufgeritzt, so daß Blut austreten kann.
In beiden Fällen wird mit einem Schröpfglas ein Vakuum auf der Haut erzeugt, die Haut wird eingesogen, und innerhalb von Sekunden entsteht an dieser Stelle eine Art Bluterguss. Der Schröpfvorgang dauert etwa 20 Minuten, die Schröpfstelle bleibt für Tage gut sichtbar. In einer Sitzung werden meist mehrere Gläser gesetzt, abhängig selbstverständlích vom jeweiligen Beschwerdebild.
Der Erfolg, der sich mit dieser Behandlung erreichen lässt beispielsweise bei akutem Hexenschuß oder steifem Nacken, beruht auf einer Art Entzündung im behandelten Gebiet, im Zuge derer vermehrt Abwehrkörper einwandern, die Durchblutung angekurbelt und das verkrampfte und verhärtete Gewebe weich und warm wird.
In der Praxis kommt das Schröpfen am meisten bei Verspannungen der Wirbelsäule zum Einsatz – sowohl Hals- als auch Brust- und Lendenwirbelsäule.

 

 

Baunscheidtieren

". . . hilfreich bei Bronchitis, Rheuma und Arthrose und Rückenschmerzen!"

Karl Baunscheidt, (1809 – 1873), ein Erfinder und Feinmechaniker, entdeckte dieses bekannte Verfahren draußen auf einer Sommerwiese. Er litt unter rheumatischer Arthritis in Armen und Händen. Als er eines Nachmittags auf der Wiese eingeschlafen war, wurde er ausgiebig von den Mücken zerstochen. Dieses hatte einen solch lindernden Einfluß auf seinen schmerzlichen Zustand, daß er beschloß, die Mückenstiche nachzuahmen. Wir benutzen noch heute den von ihm konstruierten „Lebenswecker“, der mit einem Federmechanismus ein Bündel feiner Stahlnadeln in die Oberhaut schießt. Anschließend wird auf die behandelte Stelle ein hautreizendes Öl aufgetragen – das, was beim Mückenstich so juckt. Trotz dieser schaurig klingenden Beschreibung ist die Behandlung schmerzarm. Durch die Reizung der Haut wird eine Ausscheidung von Schlackenstoffen erreicht sowie eine Anregung der Organe über die Hautreflexzonen.

Auch Durchblutungsstörungen, Neuralgien mit Taubheitsgefühl, Tinnitus und Migräne lassen sich positiv durch das Baunscheidtieren beeinflussen.

 

Egel sei der Mensch, hilfreich und gut

Ein Wurm, der Blut saugt – da ekeln sich manche Patienten. Oder ich werde gefragt: Blutegel – sind die denn überhaupt noch zeitgemäß?

Heilpflanzen erfreuen sich seit alters her großer Beliebtheit, dagegen gibt es unter den Tieren nur verhältnismäßig wenige, die im medizinischen Gebrauch geblieben sind. Der medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) ist wohl ihr bekanntester Vertreter, und das mit gutem Grund: er kann wiederangenähte Gliedmaßen retten und von „schweren Beinen“ befreien.

In einigen Kliniken – insbesondere in der Unfallchirurgie – hat die Blutegeltherapie ihren festen Platz. Heilpraktiker setzen bei einer Reihe von Krankheiten auf die „kleinen Vampire“. Sie zählt seit der Antike zu den körperentgiftenden Verfahren. Im Unterschied zum Schröpfen oder Aderlaß wird allerdings nicht nur Blut abgelassen. Forschungen haben gezeigt, daß der Speichel des Saugers Wirkstoffe enthält, die bei seiner Mahlzeit in den Blutkreislauf gelangen. Bisher wurden 16 verschiedene Stoffe extrahiert, die nur teilweise erforscht sind.

Beinleiden und Gefäßschäden sind die größte und bekannteste Domäne der Blutegel. Thrombosen lösen sich auf, Venenentzündungen und Krampfadern werden gelindert. Die durchblutungsfördernde Wirkung hat den Egeln zu einem festen Platz in der Unfall- und Gesichtschirurgie verholfen. Hier werden sie erfolgreich eingesetzt nach Transplantationen. Sie bringen den Rückfluß in Gang ohne die schweren Nebenwirkungen abschwellender Medikamente. Schon manches angenähte Körperteil wurde so gerettet. Die Liste weiterer Anwendungsmöglichkeiten ist lang: Bei Arthrose, Kopfschmerzen, Gürtelrose, klimakterischen Beschwerden, Bluthochdruck und Entzündungen aller Art werden Egel mit Erfolg eingesetzt.

Zur Anwendung: Etwa 4 – 12 Egel werden pro Behandlung angesetzt. Als Regel gilt: Je chronischer eine Erkrankung, desto weniger Egel werden angesetzt, desto öfter erfolgt aber eine Wiederholung. Der Biß ist einem Insektenstich vergleichbar – ein Pieken oder Ziehen. Nach etwa ½ bis 1 Stunde Saugen ist der Egel gesättigt und fällt ab. Durch die gerinnungshemmenden Wirkstoffe blutet die Wunde noch ca. 12 bis 24 Stunden nach. Dies ist erwünscht und wird nicht gestoppt, sondern mit einem Verband versorgt. Infektionsgefahren: Viele Patienten fürchten eine Übertragung von Krankheitserregern, jedoch wird sie von Experten ausgeschlossen. Zum einen wird die Wunde durch das lange Nachbluten gereinigt, zum anderen enthält das Egelsekret ein natürliches Antibiotikum. Als Vorsichtsmaßnahme werden Egel jedoch nur einmal verwendet. Danach werden sie abgetötet, oder sie kommen in einen „Rentnerteich“ beim Züchter. Manche geheilten Patienten sind ihren Wohltätern jedoch so dankbar, daß sie sie mitnehmen und im eigenen Gartenteich aussetzen.

Am Anfang stand die Frage, ob eine Blutegelbehandlung noch in unsere Zeit paßt. Ich denke: In einer Gesellschaft, in der die Menschen mehr an den Nebenwirkungen ihrer Medikamente leiden als an ihren Grunderkrankungen und wo das Gesundheitssystem wegen der astronomisch hohen Kosten zusammenbricht, wäre es eine sträfliche Nachlässigkeit, diese hervorragende Behandlungsmethode, die die Natur uns gegeben hat, nicht zu nutzen.

 

 

 

Kosmetikstudio Ewa Trenn